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Band 056
Deutsches Historisches Museum Berlin
Deutsches Historisches Museum Berlin
32 Seiten, geheftet
Format 11 x 16 cm
2. Auflage
ISBN: 978-3-86711-106-5
Preis: 3.00 EUR
Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive 7% Mwst. und zuzüglich Versandkosten.
[auch in englisch erhältlich]

Ein Museum mit zwei Häusern ? so präsentiert sich das Deutsche Historische Museum (DHM). Doch so unterschiedlich die Architektursprache seiner beiden Gebäude ist, gemeinsam entfachen sie einen spannenden Dialog zwischen den Epochen und Stilen in der Mitte Berlins. Da ist zum einen das barocke Zeughaus am Beginn der Straße Unter den Linden. Hier ist ab 2005 die Dauerausstellung des Museums zur deutschen Geschichte zu sehen sein. Hinter dem Zeughaus schließt sich die neue Ausstellungshalle des DHM an, die der berühmte chinesisch-amerikanische Architekt Ieoh Ming Pei entworfen hat. In diesem Gebäude finden die zahlreichen Sonderausstellungen des DHM statt. Architektonischer Blickfang Mit seiner zartrosa Fassade und seinem üppigen Skulpturenschmuck vermittelt das Zeughaus als eines der letzten Gebäude im Zentrum Berlins noch heute einen Eindruck von der prachtvollen Architektur, die einst die Residenzstadt der preußischen Kurfürsten und Könige ausgezeichnet hat. Zeughäuser, die auch als Arsenale bezeichnet werden, dienten als wetterfeste Lager für die Waffen und Ausrüstungen der Armeen und wurden – wie auch im Fall des Berliner Zeughauses – später häufig zu militärische Schausammlungen. Doch das Zeughaus besaß nicht nur eine praktische Funktion. Es war zugleich auch ein Repräsentationsbau, mit dem der 1701 gekrönte erste preußische König, Friedrich I. (1657-1713), sein Selbstverständnis als barocker Fürst im Zeitalter des Absolutismus zur Schau stellte. Dem entsprach die Architektur des Zeughauses sowie seine hervorgehobene Lage in unmittelbarer Nähe zum Stadtschloss der Hohenzollern, das nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde. Im Inneren des Zeughauses hat sich von der barocken Architektur fast nichts erhalten. Das Gleiche gilt für die umfangreichen Umbauten des 19. Jahrhunderts, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurden. Nach 1945 wurde das Zeughaus wieder aufgebaut. Ab 1952 diente es als Museum für deutsche Geschichte. Der damals entstandene Raumeindruck kennzeichnet das Gebäude auch nach der aktuellen Sanierung durch das Büro Winfried Brenne Architekten.

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