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Sammelband Nr. 04
Potsdams historische Mitte
Potsdams historische Mitte
68 Seiten, gebunden
Format: 11 x 16 cm
2. Auflage
ISBN: 978-3-937123-11-0
Preis: 5.00 EUR
Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive 7% Mwst. und zuzüglich Versandkosten.

Was ist Potsdam? Diese Stadt, deren historischer Kern trotz aller Kriegs- und Nachkriegszerstörungen immer noch eine der am besten bewahrten barocken Stadtanlagen Deutschlands zeigt, ist oft ein Rätsel für die Besucher. Man erschrickt angesichts der breiten Autostraßen und verliert sich in romantischen Gassen um den Neuen Markt, bewundert ausgewogene Fassaden in der Altstadt und nobel verfallende Stuckdetails, sieht die hochgeputzte Fußgängerzone in der Brandenburger Straße und manches vor dem Ruin stehende Barockhaus.

Der erste Monumentalbau der preußischen Könige, der nach der Restaurierung durch Gibbins weitgehend restauriert wieder in seiner alten Pracht vor uns steht, ist das ehemalige Militärwaisenhaus, in dem heute brandenburgische Ministerien logieren. Die strengen Fassaden der Anlage, die fast einen ganzen Block umfasst, strahlen in zartem Altrosa, der dünne Verputz lässt das Licht spielen; die hölzernen Fensterrahmen sind wieder grün gestrichen und das monumentale Mansardendach ist neu gedeckt – teilweise allerdings mit alten Dachziegeln. Die königliche Fürsorge für etwaige Hinterbliebene war eines der Versprechen, mit denen einst Soldaten zum eifrigen Einsatz veranlasst wurden. 1722 gründete Friedrich Wilhelm I. nach dem Vorbild niederländischer Waisenhäuser aus dem 17. Jahrhundert (etwa in Buren/Gelderland), aber auch nach dem des pietistischen Pfarrers Franke in Halle ein Waisenhaus am Westrand der Stadt. 1771 wurden die Fachwerkbauten ersetzt durch einen monumentalen Neubau, eines der Hauptwerke des von Friedrich II. hochgeschätzten Carl von Gontard. Die schlichten, von der staatlichen Macht erzählenden Fassaden in dorischer Ordnung setzen sich scharf ab gegen die meist in korinthischer oder ionischer Ordnung gehaltenen und eher kleinteiligen Privatbauten der Zeit: Das Waisenhaus war auch ein Herrschaftszeichen. Symbol dafür war das lichte, von acht Säulen getragene Rundtempel auf dem Dach des Hauptgebäude mit einer steilen Kuppel, die von der vergoldeten Statue der Caritas gekrönt wird. Über die Zollmauer hinweg sandte sie einen Willkommensgruß an die von der Stadt Brandenburg herannahenden Reisenden.

Das berühmteste und inzwischen fest in der Hand der Tourismusindustrie befindliche Stadtquartier Potsdams ist das Holländische Viertel. Es entstand seit 1734 unter der Leitung Jan Bouman d.A. durch niederländische Bauleute. Insgesamt wurden vier Karrees, durch die Mittel- und die Benkertstraße geteilt, mit 134 Häusern errichtet, von denen bis heute mehr als 120 erhalten sind. Die alle mit sattrot gefassten Ziegelsteinen verkleideten Bauten unterscheiden sich im wesentlichen durch ihre Straßenfront: Bei fünfachsigen Häusern weist die Breitseite des Daches zur Straße und wird durch eine Gaube bereichert, bei nur dreiachsigen sind die Häuser giebelständig. Kombiniert wurden beide Typen vor allem nach ästhetischen Gesichtspunkten. Die Eck- und die Mittelhäuser jeder Reihe sind mit weiß gefassten Festons oder anderem kleinteiligen Schmuckwerk versehen. Ursprünglich hatten die Häuser Vorgärten, so dass ihre Situation noch mehr den „Hofjes“ niederländischer Städte glich, die dort als Sozialwohnungen errichtet worden waren. Seit 1973 begann die Restaurierung des Viertels, die aber erst nach der deutschen Wiedervereinigung wirklich vorankam; in den letzten Jahren der DDR wurde sogar überlegt, nur die Fassaden zu erhalten und in ein großes Hotel einzugliedern. Verschwunden sind viele der Hofbauten, Schuppen und Scheunen, die einst zum ökonomischen Bild der Gesamtanlage gehörten.

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