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Exotische Vögel zwitschern zwischen blühenden Oleanderbüschen und Ginkgobäumen. Bänke laden zum Verweilen unter Schatten spendenden Birnbäumen ein. Doch dieses Idyll liegt keineswegs irgendwo im sonnigen Süden, sondern in unmittelbarer Nähe zu Berlins legendärem Kurfürstendamm, jener Haupteinkaufsmeile der Stadt, auf der wochentags bis zu 40 000 Passanten flanieren. Der Innenhof des CityQuartiers Neues Kranzler Eck ist so etwas wie eine Oase in der Großstadt und ein Beispiel dafür, dass auch moderne Stahl- und Glasarchitektur nicht einschüchtern muss, sondern durchaus eine wohnliche, beruhigende Atmosphäre schaffen kann.
Wie zwei gläserne Pyramiden ragen Europas modernste Volieren in den Himmel, die eine zwölf, die andere 22 Meter hoch. Sitzt man im angrenzenden Café „CARAS“, übertönt das Gezwitscher der mehr als 120 Vögel, farbenprächtige Sittiche aus den verschiedensten Regionen der Welt, sogar die Verkehrsgeräusche des geschäftigen Ku´damms. Zu jeder Jahreszeit, nicht nur im Sommer, ist der Innenhof mit Blick auf die Passage zur Kantstraße auf der einen und dem denkmalgeschützten Gebäude von „Karstadt Sport“ auf der anderen Seite mittags gut besucht. Dann kommen Besucher des CityQuartiers zum Lunch hierher und Angestellte aus den Büros des „Neuen Kranzler Ecks“, um ihre Pause im Freien zu genießen. Manche nutzen den Volierengarten als exotischen Arbeitsplatz, auch weil die installierte W-LAN-Technik ermöglicht, kostenlos mit dem Notebook online zu gehen. Die City West hat einen neuen Treffpunkt.
Fünf Jahre nach seiner Eröffnung wird das „Neue Kranzler Eck“, erbaut vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn, von Berlinern wie Touristen gleichermaßen angenommen. Mehr noch: es hat sein ehrgeiziges Ziel bereits erreicht, die Einzelhandelsflächen sind voll vermietet. Der Erfolg des Projekts, das nicht ohne Probleme entstanden war, hat seine Kritiker eines besseren belehrt.
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