3,00 EUR

Sprache:deutsch
Reihe:Gedenkorte
Bandzählung:11 GED-11
Auflage: 1
Ausstattung: 1 Ortsplan, 1 Burgplan , 1 s/w Illustrationen, 23 farb. Illustrationen
Medium:Heft
Einbandart:Softcover (geheftet)
Seitenzahl:32
Format:11 x 16 cm
Gewicht:39 g
Lieferbarkeit:Lieferbar
Erscheinungstermin:20.12.2013
ISBN:978-3-86711-216-1
Verlag:Stadtwandel Verlag

Bernd Hettlage

Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg

Mit brillanten Fotos und kompetenten Texten erschließen die Publikationen des Stadtwandel-Verlags dem Leser auf kompakte Art und Weise die Architektur eines Ortes, seine Entwicklung und Intention.

Gedenkorte erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus. Die Publikationen stellen sie mit aktuellen Fotos vor und skizzieren die Entwicklung der Orte von damals bis heute.


Leseprobe:
Wenige Monate nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten entdeckte Heinrich Himmler die Wewelsburg in der Nähe von Paderborn für sich. Der Reichsführer-SS suchte nach einem geeigneten Bauwerk, um es zur zentralen Versammlungsstätte seiner Organisation zu machen. Seine Wahl fiel auf das östliche Westfalen, das von ihm als germanisches Kernland betrachtet wurde, auch wegen des Sieges der Germanen unter Arminius über die römischen Legionen. So geriet die über 400 Jahre alte Wewelsburg mitsamt dem angeschlossenen Dorf ins Visier des Führers dieser bald ebenso mächtigen wie mörderischen Organisation. Für die umfangreichen Bauarbeiten an dem Gebäudekomplex und im Dorf, die Himmler im Lauf der folgenden Jahre veranlasste, wurde 1939 eigens ein Konzentrationslager am Dorfrand errichtet, das KZ Niederhagen. Ein Drittel seiner Häftlinge überlebte die Torturen nicht. Man kann, was das KZ Niederhagen betrifft, von einer systematischen »Vernichtung durch Arbeit« sprechen. Heute befindet sich in der Wewelsburg eine Jugendherberge und das Kreismuseum Wewelsburg mit zwei Abteilungen: Das Historische Museum des Hochstifts Paderborn in dem Schloss und die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 -1945 im ehemaligen SS-Wachgebäude.